Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof

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Projekte

„Sprache macht Musik…“

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„Sprache macht Musik…“ - Rap Projekt

10 Jugendliche im Alter von 15 – 18 Jahren treffen sich seit einigen Monaten regelmäßig im ev. Rottmannshof, um sich theoretisch und praktisch mit der Kunst des Rappens auseinanderzusetzen. Schnell wurde klar, dass auch Sprechen die Stimmbänder strapazieren kann. Stundenlang verschwinden die Teilnehmer in das selbsteingerichtete Studio.
Man sieht sie zwar nicht, aber man hört sie. Obwohl… am Anfang hörte man sie auch nicht, weil sie über Raptexte und –themen grübelten.
Aber dann ging es – erst zaghaft, dann immer etwas lauter und mutiger an die Aufnahme, bzw. an den Gesang.
Und es wurde immer vollständiger und „rappiger“. Zu dem Gesang gesellten sich schon bald die Musik und die Bearbeitung des Mixes.
Aus den anfänglichen wöchentlichen Zusammenkünften wurden schon sehr bald tägliche Treffen, um auch beim Abmischen und Mastering einen fertigen Track zu bekommen. Und mit einem Track geben sich die Jugendlichen schon lange nicht mehr zufrieden.
Und letztendlich steht ja auch noch im November das Hip-Hop- und Rapkonzert auf dem Programm, wo die Ergebnisse vorgestellt werden.
Bis dahin muss noch an den Feinheiten geschliffen werden. Aber wir sind schon jetzt stolz auf die eigene „Sprache, die Musik macht“.
Fortsetzung folgt…

 

Datum
Total
Di. 07
Mo. 06
So. 05
Sa. 04
 

Grffiti - Schriftzüge

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Wenn Buchstaben sich biegen…

Im zweiten Schritt waren nun die Kids in stundenlanger Übung aufgefordert Schriftzüge zu entwickeln und zu zeichnen bis die Hände weh tun. Ideen wurden entwickelt und diskutiert. Zeichnungen wurden besprochen. Welche Farben sollen wir benutzen, sind das denn auch in groß gut aus?

Gar nicht so leicht und manchmal echt frustrierend wenn man eine gute Idee hat, aber die Umsetzung mit Stift und Papier nicht so recht gelingen will.
Ein Glück für die Gruppe, das einige von den Jugendlichen schon länger mit dem Medium auseinandersetzen und hier und da hilfreiche Tipps geben konnten.

Für die ersten Bilder wurde sich eine über 15 Meter messende Wand auf der Parkplatzseite des Jugendhauses ausgesucht. Die Buchstaben wurden mit einem hellen Farbton aus der Sprühdose vorgemalt. Die Form der Buchstaben muss ja irgendwo stimmen. In Relation zu einander aber auch in Relation zu der Wand, auf welcher das Bild aufgetragen werden soll.

Dass dabei auch 12 Stunden ins Land ziehen können und man immer noch Dinge findet, die verbessert werden können, hätte kaum einer gedacht. Da fehlt es auf einmal an Farbe, weil man zu oft korrigiert hat und ärgert sich. Wenn eine Sache ganz deutlich klar wird, dann die, dass Graffitis nicht so einfach zu gestalten sind, wie man auf den ersten Blick meint.

Deshalb splitten die Kids untereinander die Aufgaben. Sichere Zeichner sprühen vor, andere füllen aus und so kämpft man gemeinsam bis in die Abendstunden mit der Wand und seinem Bild.

 

Datum
Total
Di. 07
Mo. 06
So. 05
Sa. 04
 

Graffiti

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Von der Theorie zur Praxis

Vor der Praxis kommt die Theorie und das es zum Thema Graffiti nicht nur jede Menge Bilder zu sehen gibt, sondern man dafür auch unheimlich viel erzählen kann, war vielen der Kids gar nicht bewusst.
Unsere erste Einheit befasste sich demnach erstmal mit der Theorie:
Die inhaltliche Bandbreite und die Gestaltung von Graffiti ist breit gefächert wie die Orte an denen man ihnen begegnet , nicht nur die Wand ist tragendes Medium sondern annähernd alles was als Untergrund für das Anbringen der Spuren geeignet ist.
Unsere Kids werden sich für die nächsten Monate mit dem New York Subway Graffiti beschäftigen.
 

Das Wort mit griechischem Ursprung bezeichnet im Italienischen („Sgraffito/sgraffitere“= kratzen/einkratzen ) eine Verputztechnik des Auftragens verschiedenfarbiger Putzschichten wobei gezielt Elemente wieder abgetragen werden, so dass ornamentale Darstellungen sichtbar werden.
Die Technik ist symptomatisch für das, was wir heute unter „Graffiti“ verstehen.
Der Begriff wurde durch Robert Reisner mit Veröffentlichung seines Buches „GRAFFITI, Selected Scrawls From Bathroom Walls“ 1967 geprägt.
Der Begriff bezieht sich dabei nicht nur auf die Technik des Einritzens sondern hat seine Geltung für jede Form und jedes Medium, das geeignet ist für das Hinterlassen von Spuren.

Auf den Spuren der ersten Sprayer wie Taki 183, welcher in den frühen 70er Jahren in New York für Aufsehen sorgte, setzen sich die Jungendlichen mit den verschiedenen Graffiti – Stilen auseinander und erkunden ihre nähere Umgebung um einmal Graffitis aus direkter Nähe zu bestaunen.

So geschehen auch bei einem Ausflug nach Oberhausen.

 

Datum
Total
Di. 07
Mo. 06
So. 05
Sa. 04
 

Highways goes to Israel

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Unter dem Motto „Menschen für gemeinsame Zivilcourage“ führen die Mitarbeiter/innen des ev. Kinder- und Jugendhauses Rottmannshof  und die Evangelische Kirchengemeinde Wulfen, eine Jugendbegegnung in Israel durch.

Im Rahmen des Projektes sollen Jugendliche der Stadt Dorsten die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit Jugendlichen aus der Partnerstadt Hod Hasharon in Israel  (internationaler Austausch) die Thematik  „Zivilcourage“ in jugendgemäßer Weise zu bearbeiten. Die Jugendlichen sollen sich zunächst in ihrem Heimatort mit dieser Thematik auseinandersetzen und darüber hinaus im Rahmen von partnerstädtischem Jugendaustausch die Gelegenheit erhalten, altersentsprechende Jugendliche der Partnerstadt Hod Hasharon zu besuchen. Gemeinsam soll vor Ort das Thema „Deeskalation und Zivilcourage“ bearbeitet werden.
 

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Gibt es Unterschiede von „Gewalt und Zivilcourage“ und deren Auswirkungen in den verschiedenen Ländern (Deutschland / Israel) insbesondere im Bereich der alltäglichen und ge-, bzw. erlebten Erfahrungen?
  • Inwieweit spielt der Glaube eine Rolle?
  • Wie schwierig ist die Durchsetzung von Zivilcourage im Allgemeinen und insbesondere als junger Mensch?
  • Wo liegen kulturellen / nationale / religiöse Unterschiede, bzw. Parallelen?
Tatort Rottmannshof, 17. Juni 2010
Zum ersten Mal trafen sich die Jugendlichen aus der evangelischen Kirchengemeinde zum Deeskalationstraining. Die Jugendgruppe „Highways“ bereitet sonst die Jugendgottesdienst in der Gemeinde vor. Aber jetzt hieß es: Was ist Gewalt?
Nach einer kurzen Auflockerungsrunde mit der Übung „Ich fahre Zug, ich fahre mit und ich fahre schwarz“ ging es los.
Die Jugendlichen erhielten durch Deeskalationstrainer Keith Matschulla verschiedene Bilder und Aussagen. Die Aufgabe bestand darin, dass die Jugendlichen diese Bilder und Aussagen auf das Barometer legen sollten mit der Bitte: Wenn ihr auf dem Bild Gewalt seht, legt es auf 100%, wenn nicht, dann legt es auf O %.
Schnell ging die Diskussion unter den Jugendlichen los. Sie überlegten nicht nur: „Liegt mein Bild an der richtigen Stelle, sondern was macht der/die andere“.
In der zweiten Runde durften die Jugendlichen die Bilder und Aussagen der anderen umlegen. Man konnte richtig stauen, denn die Bilder und Aussagen würden nicht einfach mal so umgelegt, sondern es wurde an den Karten gezogen, bis einer der Jugendlichen voller Erstaunen sagte:
„Mensch, das ist doch Gewalt“
     

Die Jugendliche erstarrten für einen kurzen Augenblick und dann ging es weiter. Die Diskussionen ging über tragen „von Kopftüchern bis hin zu Kreuze im Klassenzimmern.“ Auch das einfache Anfassen war nicht klar, ist dies eine Form von Gewalt oder nicht?
Nach knapp einer Stunde waren sich die Jugendlichen untereinander einig, das Gewaltbarometer lag.

   

Jetzt begann die Jugendlichen die eigentliche Aufgabe. Sie sollten für sich eine Gewaltdefinition erarbeiten. Schnell waren sie sich einig.
Und so lautet die Gewaltdefinition der Highways:
Gewalt ist für uns:

  • Verbal z.B. Lästern, beschimpfen, Streit
Alles unter Zwang
  • Körperlich z.B. Krieg, Prügelei
  • Psychische Gewalt, z.B. Mobbing

Am nächsten Donnerstag geht es weiter, Jeder ist jetzt schon gespannt wie was gemacht wird. Für alle Jugendlichen stand aber am Ende der zwei Stunden fest: Es hat Spaß gemacht.

 

01.07.2010 -  Empathie

Bereits zum dritten mal fanden sich Jugendliche unter dem Motto "Menschen für gemeinsame Zivilcourage"
im ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof ein um sich ein Stück weit mehr zu sensibilisieren, ein Stück weit mehr
Empathie für ihr Gegenüber zu entwickeln.
Auf der Tagesordnung des frühen Abends stand das Thema "Visualisierte Emotionen".
Die Gefühlslagen eines Menschen lassen sich oft bereits anhand seiner Gestik und Mimik erahnen, grade im Bereich der Deeskalation ist es von elementarer Bedeutung solche Signale bewusst wahrzunehmen um reagieren zu können und handlungsfähig zu bleiben.

Jedoch bevor dieses Vermögen geschult werden kann, müssen sich die Teilnehmer selber die Frage stellen "Kann ich die Mimik meines Gegenübers richtig deuten? Kann meine eigene Mimik gedeutet werden? Wie gebärde ich mich in mir ungewohnten Situationen und wie nimmt mein Gegenüber diese Signale bestehend aus Gestik und Mimik auf?"

Nach einer kurzen Wiederholung der Inhalte vom 24. Juni 2010 starteten die Jungen und Mädchen mit einem WarmUp mit dem Namen "Riese und Zwerg", bei dem zwei Teilnehmer sich in der Mitte eines von der Gruppe gebildeten Kreises positionieren mussten und von da an "der Zwerg den Riesen" vor den Bällen der Teilnehmer aus dem Kreis schützen musste. Nach dieser bewegten Anfangsrunde und einer kurzen Reflektionsphase wurden die Teilnehmer mit neun Fotos konfrontiert.
 

   

Neun Fotos welche alle unterschiedliche emotionale Zustände visualisierten, Emotionen die es galt zuzuordnen.
Nach einer Diskussion in großer Runde, wurde in Einzelarbeit gegrübelt und zugeordnet.
Die Ergebnisse wurden gesammelt,aufgelistet und ausgewertet.

Nach zwei weiteren Einheiten, zog die Gruppe ein vorläufiges Fazit: "Hier und dort besteht noch ein Bedarf, noch genauer hin zuschauen und mehr Empathie zu entwickeln. Wir sind froh, das wir dort, wo das Gebärden meines Gegenübers nicht eindeutig ist, die Sprache als wichtiges Medium funktioniert um mit einander zu interagieren, sich zu arrangieren".
Am 08.07.2010 werden die Fotos, welche die Teilnehmer von sich selber gemacht haben um die eine oder andere Emotion auszudrücken nochmal kritisch begutachtet, bevor die Gruppe erneut weiter in das weite Feld der Zivilcourage eintaucht.
 

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