Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof

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WAZ 02.11.2010

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Halloweendisco : Vor lauter Schreck Haare weg

Dorsten, 01.11.2010, Nikolas Holecek

Die besten Kostüme wurden im Rottmannshof prämiert. Foto: André Elschenbroich
 
Barkenberg. Die Stimmung ist gut unter den 100 Kids zwischen sechs und zehn Jahren. Aus den Boxen im „Rottmannshof“ in Barkenberg dröhnt Popmusik, wie etwa der Song „Monster“ von Culcha Candela.
 
Und wie auf Kommando schiebt sich ein kleines Monster über die Tanzfläche. Ist auch kein Wunder, schließlich ist heute Abend Halloween.
„Zum zweiten Mal veranstalten wir nun unsere Halloween-Disko“, erzählt Daniela Weiske. Normalerweise ist sie pädagogische Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendtreffs. Heute nicht, heute nimmt Weiske die Rolle einer Vampirfürstin ein. „Im letzten Jahr haben hier nur fünfzig Kinder mitgemacht.“ Diesmal sind es doppelt so viele, da sind sie und die anderen Mitarbeiter stolz drauf. „In Verkleidung zu kommen ist zwar keine Pflicht, aber wir werden im Laufe des Abends das schönste Kostüm wählen. Da geht es nicht darum, wer am meisten Geld ausgegeben hat, sondern um originelle Ideen.“
Die Auswahl wird schwer fallen. Die „Hexen“ Jolene (10), Isabell (8) und Jessica (8) kommen sicher in die engere Wahl. „Das mit der Disko ist eine tolle Sache“, finden die quirligen Kids. Von 16.39 bis 19.09 tummeln sich Zombies, Knochengerippe und ähnlich finstere Erscheinungen im gruselig-geschmückten „Rottmannshof“. „Die Zeit haben wir extra so gewählt, dass man sie sich merken kann“, erläutert Daniela Weiske. „Außerdem ist das nicht zu lange. Viele Kinder wollen später nämlich noch um die Häuser ziehen.“ „Süßes oder Saures“ heißt dann die Parole. Irische Einwanderer etablierten das Fest mit heidnischen Wurzeln im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten. Seit einigen Jahren ist der Vorabend von Allerheiligen auch hierzulande ein Grund zum Feiern.
„Da kann man die Leute erschrecken, bis ihnen die Haare abfallen“, freut sich Marc-Andre, ein sechsjähriges Skelett völlig furchtlos. „Es ist auf jeden Fall eine schöne Tradition, die da aus den USA eingeführt worden ist“, findet Peter Müller, der mit seinem Sohn Tim die Veranstaltung besucht. „Wichtig ist doch, dass die Kinder Spaß dabei haben.“

 

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